Herzlich Willkommen!

W6 N 1615

 

Oft sind es nur Kleinigkeiten, die zu einem schlechten Nahtbild oder Nähproblemen (Fadenreißen, Schlaufen, Blockieren, Haken etc.) führen.
W6 Wertarbeit stellt Ihnen gern folgende Hilfestellung zur Verfügung: Bitte arbeiten Sie diese einmal in Ruhe systematisch und genau in der Reihenfolge 1-10 durch, da diese aufeinander aufbauen.

1. Garnqualität prüfen

Flust oder reißt Ihr Garn sehr schnell? Dann liegt es an einer schlechten Garnqualität oder das Garn ist alt (überlagert). Schlechtes Garn beschädigt langfristig die Fadenspannung Ihrer Nähmaschine.

  • Mit dem Daumennagel und Zeigefingernagel kräftig am Garn ziehen.
  • Test
  • Je mehr es sich aufrollt, desto schlechter ist die Garnqualität.
  • Ist Ihr Garn von guter Qualität, hakt aber dennoch beim Ablauf, dann sollten Sie Ihre Garnrolle einmal umdrehen. Das ist sehr hilfreich, wenn Ihr Garn vom Hersteller falsch gekont wurde (d. h. das Garn wurde nicht richtig aufgewickelt und läuft hierdurch nicht flüssig ab).

2. Eine neue Nadel einsetzen

Um mit der Fehlersuche fortzufahren empfiehlt es sich aus unserer langjährigen Erfahrung, einfach eine neue Nadel von W6 WERTARBEIT oder Organ einzusetzen.

  • Die Nadel muss bis zum Anschlag in den Nadelhalter gesetzt werden.
  • Die flache Seite Ihrer Nähmaschinennadel muss hierbei nach hinten zeigen.
  • Verwenden Sie eine passende Nadel von W6 WERTARBEIT oder Organ zu Ihrem Stoff.

Lässt Ihre Maschine im Stoff Stiche aus?

  • Für elastische Stoffe oder auch WebWare empfehlen wir Ihnen die Verwendung von SuperStretch-Nadeln der Stärke 90 von W6 WERTARBEIT oder Organ.
  • Bei stark wellenden Stoffen Stickklebevlies zum Fixieren verwenden.
  • Jeansnadeln sollten nur bei dicken, festen Stoffen verwendet werden.
  • Verwenden Sie zum Nähen von Jersey-Stoffen mit Kunstfaseranteil (dieses sind heute über 95 % der verkauften Jerseys) stets SuperStretch-Nadeln 90. Jersey-Nadeln sind für diese Stoffe nicht geeignet.
  • Eine unpassende oder beschädigte Nadel führt zu Fehlstichen und beschädigt Ihre Stichplatte und die Spulenkapsel.

3. Stichplatte kontrollieren

Die Nähmaschine muss regelmäßig von Flusen und Nähstaub befreit werden. Auch unter der Stichplatte ist diese Reinigung wichtig, damit die Maschine den Stoff gut transportieren und das Garn frei laufen kann.
Eine Anleitung zur Reinigung finden Sie auf unserer W6 WERTARBEIT-Seite unter Hilfe.

Prüfen Sie, ob auf der Stichplatte Nadeleinschläge oder andere Beschädigungen vorhanden sind und glätten Sie diese ggf. mit einem feinen Schmirgelpapier. Bei zu starken Beschädigungen muss die Stichplatte ausgetauscht werden.
Eine neue Stichplatte können Sie in unserem W6-Shop unter Ersatzteile bestellen.
Ist Ihre Stichplatte beschädigt, kann der Stoff nicht mehr richtig transportiert werden, oder wenn die Einschläge an ungünstigen Stellen vorhanden sind, können die Fäden nicht mehr störungsfrei laufen.

Stichplatte prüfen

4. Greifer ausbauen und reinigen

Es ist sehr wichtig auch das Greifersystem regelmäßig zu überprüfen. Fadenreste zu entfernen, das Greifersystem zu reinigen und den Greiferbereich ausreichend zu ölen.
Eine Anleitung hierzu finden Sie auf unserer W6 WERTARBEIT-Seite unter Hilfe.

Schalten Sie Ihre W6 Nähmaschine vor dem Arbeiten am Greifersystem aus. Dann können Sie das Gerät auf den „Rücken“ legen, damit die einzelne Elemente des Greifersystems nicht so leicht verrutschen. Eine detaillierte Anleitung zum korrekten Einsetzen der Elemente finden Sie in Ihrer Bedienungsanleitung.

Setzen Sie anschließend eine neue Nadel von W6 WERTARBEIT oder Organ ein. Die flache Seite der Nadel muss sich auf der Rückseite befinden. Die Nadel muss bis zum Anschlag in die Nadelhalterung eingesetzt werden und anschließend mit der Nadelschraube handfest fixiert werden.

5. Korrekte Position Fadengeber/Fadengeberarm

Bei der Anfangsnaht, beim Beenden der Naht, vor dem rückwärts Nähen oder bei einem Programmwechsel muss der Fadengeber! (nicht die Nadel) in der höchsten Position sein. Es ist falsch auf die höchste Nadelposition zu achten.
Jede Greiferdrehung ist erst zu Ende, wenn der Fadengeber wieder in die höchste Position gelangt ist.

Beginnen Sie Ihre Naht innerhalb der Drehung (das heißt der Fadengeber ist nicht in der höchsten Position), wird bei Ihrer Maschine ggf. ein Fadensalat verursacht und/oder Ihre Maschine näht sich fest.

Bild

6. Kunststoffspulen verwenden (nur Original-W6-WERTARBEIT Spulen)

Beachten Sie, dass Ihre Nähmaschine nur mit einem richtig aufgespulten Unterfaden eine korrekte Naht bilden kann. Sollten sich Knötchen gebildet haben oder die Spule ist ungleichmäßig oder zu locker aufgespult, so verwenden sie die Spule auf keinen Fall.
Falsch aufgewickelte Spulen können zu Beschädigungen des Greifers führen. Achten Sie auf den richtigen Einfädelweg, wenn Sie Ihre Spule aufspulen. Prüfen Sie den korrekten Einfädelweg in Ihrer Bedienungsanleitung.

Bild

Stellen Sie sicher, dass Sie die richtigen Originalspulen (Kunststoffspulen von W6 WERTARBEIT) verwenden.
Ist die Unterfadenspule richtig aufgespult, setzen Sie diese wie folgt ein:

Die Unterfadenspule in die linke Hand zwischen Daumen und Zeigefinger nehmen. Der Faden fällt auf der rechten Seite herunter.
Die Spulenkapsel in die linke Hand nehmen. Die offene Seite der Spulenkapsel muss zu Ihnen zeigen. Die Spule in die Spulenkapsel einsetzen und den Unterfaden in die Fadenspannung ziehen. Es ist ein leichtes Klicken zu hören.

Bild

Die Spulenkapsel nun mit der Unterfadenspule in die W6-Nähmaschine mit sanftem Druck des Daumens einsetzen. Ein klackendes Geräusch bestätigt Ihnen den korrekten Sitz der Spulenkapsel. Der Spulenkapselfinger sitzt nun in der Aussparung am Ringdeckel. Siehe Bild:

Bild

7. Oberfaden korrekt einfädeln

Fädeln Sie nun den Oberfaden ein. Beim Einfädeln des Oberfadens mit der rechten Hand die Garnrolle gut festhalten. Mit der linken Hand den Faden kräftig in die Einfädelwege und die Fadenspannung ziehen, damit die W6 Maschine eine korrekte Fadenspannung aufbauen kann!

Wichtig ist auch, dass Sie das richtige Häkchen an der Nadelaufnahme nutzen, damit ein korrekter Fadenlauf sichergestellt ist.

Bild

8. Stichlängeneinstellungen beachten

Ganz wichtig: Beachten Sie die Stichlängeneinstellung im Geradstich.

  • Stichlänge ca. 3 für normale Stoffdicke bei Baumwolle z. B. Geschirrhandtuch
  • Stichlänge ca. 4 für dickere Stoffe z. B. Jeans
  • Stichlänge ca. 2,5 für dünne Stoffe z. B. Organza

W6-Tipp: Wenn Sie eine zu geringe Stichlänge wählen, kann die Maschine blockieren und sich festnähen, die Stichplatte oder auch den Greifer der Nähmaschine können beschädigt werden.

9a) Fadenspannung prüfen

Haben Sie das Gefühl, die Stiche sind zu locker oder unsauber?
Überprüfen Sie die Fadenspannung:

  • Programm Zick-Zack einstellen.
  • Stichbreite 3,5, Stichlänge 3,5
  • Immer auf einem doppelt gefalteten Baumwoll-Geschirrhandtuch den Zick-Zack Stich nähen.
  • Auf der Unterseite des Stoffes dürfen Punkte an den äußeren Spitzen des Zick-Zack Stiches zu sehen sein.
  • In unserem Beispiel haben wir für den Oberfaden die Farbe „blau“ gewählt, für den Unterfaden die Farbe „rot“ verwendet.
  • Wenn auf der Rückseite des Stoffes der Zick-Zack Stich (in der Farbe rot) gleichmäßig ist, sehen Sie auf der äußeren Zick-Zack Spitze jeweils einen kleinen blauen Punkt des Oberfadens.
  • Bild
  • Sollte die Nähmaschine bei Ihrem Stoff Fehlstiche produzieren, verwenden Sie eine SuperStretch-Nadeln in der Stärke 90 von W6 WERTARBEIT oder Organ in Verbindung mit einem elastischem Programm.
  • Wellt Ihr Stoff? Dann legen Sie Stickvlies unter den Stoff und/oder reduzieren Sie die Stichbreite.

9b) Die Fadenspannung ist zu locker?

  • Nehmen Sie die Spulenkapsel aus der W6 Nähmaschine heraus.
  • Die kleine Schlitzschraube, die sich an der Spulenkapsel befindet, etwas nach rechts drehen, max. bis zu einer Viertel Umdrehung.
  • Die Korrektur mit den oben genannten Zick-Zack Einstellungen nochmals prüfen. Das Nahtbild sollte nun besser aussehen.
  • Bild

10) Stoffkanten versäubern

Zum Abketteln und Versäubern empfehlen wir Ihnen das Nähprogramm „Federstich“.

Bild

W6-Tipp: Als Fuß benutzen Sie den Blindstichfuß oder den Overlock-Fuß (Sonderzubehör) und nutzen die Anlegekante.

Allgemein können wir Ihnen folgenden Tipp geben: Unsere Vielnäher kommen einmal im Jahr zu uns zur Inspektion. Sonst empfehlen wir Ihnen eine regelmäßige Wartung alle 2-4 Jahre, je nachdem wie stark Sie Ihre W6 Wertarbeit beanspruchen. Bitte nehmen Sie mit uns hierzu per Mail Kontakt auf.